about1kÜber mich

Ich saß schon auf einem Pony noch bevor ich laufen konnte. Mein erstes eigenes Pony bekam ich mit 5 Jahren, allerdings mehr aus Zufall. Mit “Zottel” habe ich viel erlebt - u. a. eine Jagd. Meine Cousin mit 8 und ich mit 9 Jahren waren die jüngsten Starter. Trotzdem wurde uns vorher, wie allen anderen auch, ein Schnaps angeboten! Auf meine Frage, ob da Rum drin sei (das Wort “Alkohol” fiel mir nicht ein) antwortete die Anbieterin wahrheitsgemäß nein. Ich lehnte trotzdem sicherheitshalber dankend ab. Meine Cousine allerdings leerte das Gläschen. Überflüssig zu erwähnen dass ihr danach etwas übel war … Ja wir hatten wirklich viel Spaß. Leider haben meine Eltern ihn verkauft als ich 12 Jahre alt war. Danach blieb ich erstmal - von einigen Reitbeteiligungen abgesehen - pferdelos. Aber der Wunsch nach einem weiteren eigenen Pferd überlebte auch die Stürme der Pubertät. Das Entdecken des anderen Geschlechts und andere für dieses Alter typische Anwandlungen konnten meiner Begeisterung für die Vierbeiner keinen Abbruch tun.

In diesen Jahren hatte ich immer wieder mal Unterricht in verschiedenen typischen Reitschulen. Der Pferdebestand setzte sich in der Regel zusammen aus billig erworbenen Tieren - von Händlern oder ausrangierten/aussortierten Pferden. Wenn ich zurückdenke war nach meinen Maßstäben kein einziges dieser Pferde wirklich geeignet, einem Reitschüler etwas beizubringen. Über die Qualifikation der Reitlehrer kann ich nichts sagen, allerdings bestanden die Anweisungen in hohlen Phrasen oder Floskeln, es ging eigentlich nur darum, dass Pferd irgendwie von A nach B zu kriegen und vielleicht auch noch das Tempo nach Möglichkeit selbst zu bestimmen.

Mit 21 dann erfüllte ich mir den Traum vom eigenen Pferd - ein Vollblutaraber. Nachdem ich mir aus persönlichem Ehrgeiz zum Ziel gesetzt hatte, die Stute selbst einzureiten, war ich nach einem wirklich harten Jahr mit vielen Aufs und Abs tatsächlich in der Lage, sie so zu reiten, wie ich das bislang kannte und gewohnt war. Allerdings reichte mir das irgendwann nicht mehr. Ich wollte mehr als irgendwie von A nach B kommen und das Tempo bestimmen zu können. So richtig konnte ich mich aber nicht entscheiden welche Reitweise es sein sollte. In diese Phase des Zweifelns und Suchens trat dann der erste Paso Fino in mein Leben. Er gehörte einer Bekannten und ich durfte ihn einmal ausprobieren. Damit war alles klar. Das war genau das was ich wollte.

Ich möchte die lange Geschichte hier etwas abkürzen: Der 1. eigene Fino folgte einige Jahre später. Dabei blieb es nicht - ein Fino kommt nämlich selten allein - und ich geriet im Jahr 2007 an Champana. Sie zwang mich dazu, mich intensiv mit mir, meiner Einstellung und meiner Körperkontrolle zu beschäftigen. Bei ihr lässt sich nichts übers Knie brechen, erzwingen oder sonstwie manipulieren. Kurse bei amerikanischen Trainern sowie immer wieder Unterricht am Sternberghof haben mich immens weitergebracht. Endgültig „angekommen“ bin ich nach einem Kurs bei Peter Kreinberg (www.thegentletouch.de, www.peterkreinberg.de), ebenfalls am Sternberghof. Für 2012 habe ich geplant, meinen TGT®-Trainer Bodenschule zu absolvieren. Der TGT®-Trainer Reiten soll folgen.